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Radioarchiv


"Sie dudeln dich zu mit immer der gleichen Meterware" heißt es in einem Lied von Reinhard Mey über den heutigen Rundfunk.
Hier entsteht ein kleines Radioarchiv über deutschsprachige Sender, die in ihrer damaligen Art heute nicht mehr existieren. Mit Kurzinfo's, bekannten Tönen und Linktipps können die Fans ihre damaligen Lieblingssender wiedererkennen und Erinnerungen zumindest für einen kurzen Moment wieder aufleben lassen, weitere Audios und Bilder finden Sie hier*.
Erinnerungen aus einer Zeit, als Radio noch Radio war, als man noch hinhörte und nicht wie heute den "Nebenbei-Dummdudelfunk" an sich vorbeirauschen lässt. Als Moderatoren noch die Ohren zum Lautsprecher lockten - ohne ständiges Stations- und Abwechslungsgelaber.
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RTL Radio Luxemburg hat am 15.7.1957 seine erste (damals 1-stündige Sendung) in den Äther geschickt. In den 70'ger Jahren hatte RTL seine Glanzzeiten und war der meist gehörte deutschsprachige Sender. Da in Deutschland damals noch kein Privatrundfunk zugelassen war, sendete man aus Luxemburg für Deutschland (vorwiegend auf Mittel- und Kurzwelle) und das mit riesen Erfolg. Abwechslungsreiche Musik von Pop bis Schlager, erstklassige Moderatoren wie Frank Elstner, Helga Guitton und Jochen Pützenbacher (v.R.n.L.) sind das Erfolgsrezept dieses Familienprogramms. Wer Radio Luxemburg geliebt hat, wird den heutigen Dudelfunksendern kaum noch etwas abgewinnen können. Die Macher und Hörer ließen sich in kein Radioformat pressen, es war bunt, vielfältig, familiär, persönlich. Jeder Tag und jede Sendung waren etwas besonderes. Mit der Entstehung der Deutschen Privatsender Mitte der 80'ger Jahre auf qualitätsbesserem UKW musste RTL Einbußen in den Hörerzahlen hinnehmen, eine Programmreform zum Oldiesender (Die größten Hits aller Zeiten) am 1.10.1990 gab ihm den Rest. Es folgten 25 Jahre im moderationsarmen Dudelfunk und niedrigen Hörerzahlen.

2015 folgte der Umzug von Luxemburg nach Berlin. Am 31.12..2015 wurde der Sender Manarch 1440 KHz abgeschalten und im Februar 2016 abgerissen.

Heute sendet RTL (Deutschlands Hitradio) leider als ziemlich unterhaltungskarges Formatradio über Kabel, Satellit und Internet* sowie in Luxemburg über UKW 93,3 und 97 MHz.

Weitere ausführliche Info's gibt es unter der Radio Luxemburg Chronik* und dem Radiojournal*.
Am 31.12..2015 wurde der Sender Manarch 1440 KHz abgeschalten und im Februar 2016 abgerissen.

Wochenprogramm 1982


Happy Luxembourg

Abriss Sender Manarch 1440

60 Jahre RTL

Audioschnipsel

RTL-Mix

1967-1981

Heilig Abend

1969

RTL 208

1989

RTL-Mix

1985

25 Jahre RTL
KW 49,26m
6090 KHz
2.10.1982

MW 1440
RTL Radio 2005

RTL
Neustart 1.7.2015*

RTL
live*

Hundert,6 wurde 1987 als erster Privatsender im damals noch geteilten Berlin gegründet und sendete auf gleichnamiger UKW-Frequenz. Die Reichweite des Senders kam auf gute 100 km, also weit über die Stadtgrenzen hinaus. Der Sender ergänzte in der Berliner Radiolandschaft den SFB, RIAS und den DDR-Rundfunk und entwickelte sich für viele Jahre an die Spitze. Das Programm war vorwiegend auf Oldies und Boulevardorientierte Moderation ausgelegt. Nach der Zulassung weiterer privater Sender (u.a. 104.6 RTL) in Berlin schwanden die Hörerzahlen, es folgten mehrere Format- Änderungen und im Januar 2006 das Ende des Senders. Weitere Info's gibt es im Radiotreff *.

Nachrichten

1988
RIAS Berlin (Radio im Amerikanischen Sektor) wurde am 7. Februar 1946 zunächst unter dem Namen "DIAS gegründet, da man vorab per Drahtfunk sendete. Im Ost-West-Konflikt verstand sich der Sender als "Freie Stimme der freien Welt" mit den Programmen RIAS 1 und 2. Gesendet wurde über UKW Berlin 89,6 und 94,3 MHz, MW 990 und 855 KHz, KW 6005 KHz und 2 UKW-Sendern in Hof. Das Funkhaus befand sich in der Kufsteiner Straße. Zielgruppen waren die Berliner Bürger und die DDR, auf RIAS 1 vorwiegend mit Berichterstattung, auf RIAS 2 mit Musik im Popbereich. Beliebte Sendungen waren "Das klingende Sonntagsrätsel", "Treffpunkt", "Schlager der Woche" und "Berlin-Charts", beliebte Moderatoren u.a. Hans Rosenthal, Nero Brandenburg, Andreas Dorfmann, Lord Knud und Rik de Lisle. 1992 wurde der Sender eingestellt, RIAS 2 als rs 2 privatisiert und sendet noch heute (als Dudelfunk) auf der RIAS 2-Frequenz 94,3 MHz. Weitere Info's gibt es im Radiotreff *. Schlager der Woche

1975


Pausenzeichen

1980


Berlin-Charts,
Nachrichten


1989
Sendestart vom Sender Freies Berlin (SFB) war am 1. Juni 1954. Der Sender ging aus dem Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) hervor und war Mitglied der ARD. Die Studios befanden sich im Haus des Rundfunks in der Westberliner Masurenallee mit 2 Programmen. 1962 startete dann ein drittes Programm als Klassik- und Kulturwelle. 1965 wurde das 3. Fernsehprogramm N3 zusammen mit dem NDR gestartet. Beliebte Radiosendungen waren "Der Radioshop" auf SFB 1 als tägliche Morgensendung sowie "Hey Music" mit Jürgen Jürgens auf SFB 2, deren Sendung auf dem heutigen RBB-Sender Berlin 88 8 fortgeführt wird. 1990 wurde ein 4. Rundfunkprogramm Radio 4 U geschaffen. Den größten Teil seiner Sendezeit erlebte der SFB im geteilten Berlin. Nach der Wiedervereinigung fusionierten 2003 der ORB und der SFB zu einer Sendeanstalt - dem RBB.
Nachrichten

1989

Der Deutsche Soldatensender sendete bis zum 30. Juni 1972 über die Mittelwelle Burg 935 KHz zu unterschiedlichen, aber festen Zeiten. Das Studio war in Berlin-Grünau, die Zielgruppe des Senders aus der DDR war die Bundeswehr - ein öffentliches Beispiel zum kalten Krieg. Die Musik wurde größtenteils vom SFB oder RIAS zuvor mitgeschnitten, die Berichte ebenfalls von diesen Sendern notiert und mit vermischter DDR-Propaganda wiedergegeben. Durch die aktuelle Musikauswahl hatte der Sender viele Freunde beiderseits der Mauer. Auf Grund von Verhandlungen des deutsch-deutschen Grundlagenvertrages wurde der Sender dann eingestellt.

Link-Tipp: http://www.deutscher-soldatensender.de *

Radio DDR unterstand mit seinem Programm der Abteilung Agitation und Propaganda der SED nach sozialistischer Richtlinie. So wurden ab 1952 alle Landessender in der DDR eingestellt, die Bezirke gegründet und der zentrale Sendeplatz nach Berlin verlegt. 1964 entstand Radio DDR II, das Morgens Regionalprogramm aus den Bezirken machte und ab 10 Uhr dann Kulturprogramm aus Berlin.
Schwerpunkte bei Radio DDR I waren Information und Unterhaltung. Bekannte Sendungen waren "Musikalische Luftfracht, "Die Schlagerrevue" und "Neumann 2 mal Klingeln", beliebte Moderatoren u.a. Peter Niedziella und Heinz Quermann. Mit der Wende wurde der Sender in "Radio Aktuell" umbenannt, doch die neue, offene Berichterstattung änderte nichts an der Einführung der Landesrunfunkanstalten wärend der Wiedervereinigung, der Sender in der Nalepastraße wurde Silvester 1991 eingestellt.
Pausenzeichen

Nachrichten

Die Radio DDR Ferienwelle sendete ab 1966 alljährlich von Mai bis September (5-20 Uhr) aus dem Rostocker Studio über Mittelwelle und bis 10 Uhr auf UKW. Ab mitte der 80'ger Jahre wurde dann bis Sendeschluss auch auf UKW gesendet. Das Programm war auf Urlauber und Küstenbewohner ausgerichtet und als Regionalprogramm von Radio DDR wohl das beliebteste, weil man größtenteils auf Politik verzichtete und dafür leichte Unterhaltung bot. Die meistgehörten Sendungen waren "Das ausführliche Wettergespräch" um 7.45 Uhr und "Musik für junge Leute" um 14.30 Uhr. Moderator war u.a. Peter Kasanowski. 1990 wurde das Programm eingestellt, das Funkhaus in Rostock ist heute Regionalstudio des NDR.


1989


Nachrichten

1989


 

RadioRopa 2.6.1 (in Bearbeitung)


2001
   

Radiogulasch (Jingles-Podcast)

SFB, RTL, 100,6, 104.6 RTL, RIAS Berlin-Charts, Deutscher Soldatensender, BB-Radio, Radio DDR, Ferienwelle, Berliner Rundfunk, NDR, RIAS Schlager der Woche, Hitradio Antenne, MDR Live, Bayern 3, HR 3, FFH, SR 1, SWF 1, RadioRopa 2.6.1, Radio Luxembourg 208 u.a.